Patenschaften
„Es braucht nicht viel, um viel zu bewirken – manchmal reicht ein Teller Essen und ein Schulheft.“
Eine persönliche Beziehung macht den Unterschied
Eine Patenschaft ist so viel mehr als eine finanzielle Unterstützung.
Sie bedeutet Verbindung, Vertrauen und Zukunft – und manchmal sogar ein Stück Familie.
Ich habe derzeit die schöne Aufgabe, 19 Kinder im Rahmen unseres Vereins UJAMAA zu begleiten. Kinder, denen Menschen wie du den Zugang zu guter Bildung ermöglichen – und damit die Chance auf ein besseres Leben.
Zu jedem einzelnen Kind pflege ich oder auch Lena eine persönliche, freundschaftliche Beziehung. Ich wünsche mir keine anonymen Patenschaften – sondern echte Freundschaften, die wachsen dürfen. Freundschaften, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten: einer selbstbestimmten, würdevollen Zukunft für unsere Kinder.
Bei der Auswahl der Kinder verlasse ich mich auf mein Herz, meine Wahrnehmung – und darauf, dass es Familien sind, die sich Bildung sonst niemals leisten könnten.
Bildung in Tansania
Das tansanische Bildungssystem ist in vier Stufen gegliedert. UJAMAA begleitet Kinder und Jugendliche auf ihrem gesamten Bildungsweg – Schritt für Schritt.
Wie viel kostet eine Patenschaft?
Primary School
ab € 800 / Jahr
Deckt die Kosten für Internat, Schulmaterialien, Verpflegung und persönliche Betreuung während der Primary School.
Secondary School
ab € 1.000 / Jahr
Deckt die Kosten für Internat, Schulmaterialien, Verpflegung und persönliche Betreuung während der Secondary School.
Universität
ca. € 1.500 / Jahr
Die Kosten für ein Universitätsstudium liegen schätzungsweise bei rund € 1.500 pro Jahr.
Grundausstattung
einmalig ca. € 250
Für die erste Ausstattung bei Schuleintritt, etwa Uniform, Moskitonetz, Bettwäsche und weitere persönliche Dinge.
Was du erwarten darfst
Berichte & Fotos
Du erhälst regelmäßig Berichte und Fotos über den Schulalltag und die Entwicklung deines Patenkindes.
Persönliches Kennenlernen
Bei unseren Reisen nach Tansania kannst du dein Patenkind persönlich treffen und die Projekte vor Ort erleben.
Briefe, Geschenke & Kontakt
Briefe schaffen Verbindung. Kleine Geschenke zu besonderen Anlässen bringen Freude und zeigen: Du bist nicht allein.
Jeder Euro wird zweckgebunden
eingesetzt – für dein Patenkind.
Herzlichst, Elisabeth Klösch
Jedes Kind hat seine Geschichte
Lerne unsere Patenkinder kennen!
Klicke auf das Bild des jeweiligen Kindes und lass dich berühren – erfahre mehr über seine Geschichte und seinen Schulweg.
Patenschaft
Ibrahim Shaaban Maim
Beginn der Patenschaft: Jänner 2026
Über Ibrahim und seine Familie
Ibrahim Shaaban Maimu, geboren am 05.01.2014, lebt mit seiner Mutter Neema Abdalah, seinem Vater Shaaban Maimu und seiner Schwester im kleinen Dorf Kikavu. Die Familie bewirtschaftet ein kleines Feld, auf dem sie Zwiebeln, Mais und Bohnen anbauen – gerade genug zum Überleben.
Kikavu ist auch der Ort, an dem unser Verein Ujamaa seit 2018 die Nguzonne Primary School unterstützt. Diese staatliche Schule richtet sich an Kinder aus ärmeren Familien und vermittelt vor allem das Nötigste. Für viele Kinder endet nach sechs Jahren Schulzeit jede Aussicht auf eine weiterführende Bildung – und damit oft auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Es ist ein Kreislauf der Armut, der nur durch gute Bildung durchbrochen werden kann.
Ibrahim´s Weg
Jänner 2026/ Eine Begegnung, die alles veränderte
Dass auch Ibrahim diesen Teufelskreis durchbrechen kann, verdankt er einem besonderen Zufall im Jänner 2026: Bei einem Besuch an der Nguzonne-Schule wich der aufgeweckte Junge unserem Team den gesamten Tag nicht von der Seite. Mit seiner großen Neugier und seinen erstaunlich guten Englischkenntnissen zeigte er sofort, wie viel Potenzial in ihm steckt.
Dank einer liebevollen Patenschaft bekam Ibrahim genau diese lebensverändernde Chance. Er besucht mittlerweile eine englischsprachige Internatsschule in Moshi und startet dort in der 5. Klasse voll durch. Um verpassten Schulstoff gründlich aufzuholen und ein solides Fundament zu legen, wird er die Klasse womöglich noch einmal wiederholen – ein wichtiger Schritt für seinen langfristigen Erfolg.
Die organisatorischen Schritte und die Schulgebühren wurden bereits im Voraus geregelt. Father Josephat berichtet, dass Ibrahim wunderbar angekommen ist, sich rundum wohlfühlt und mit großer Freude lernt. Für den jungen Mann hat ein neuer, hoffnungsvoller Lebensabschnitt begonnen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Stella Jheodori Emmanuel
Beginn der Patenschaft: Jänner 2026
Über Stella und ihre Familie
Stella Jheodori Emmanuel, geboren am 06.04.2020, ist ein kleines Mädchen mit einem großen Weg vor sich. Ihre Mutter Fatina Abdalah lebt mit ihren insgesamt sechs Kindern im kleinen Dorf Kikavu. Mit viel Kraft und Hingabe bewirtschaftet sie dort ein kleines Feld, um ihre Familie zu ernähren und ihren Kindern trotz aller Herausforderungen ein liebevolles Zuhause zu schenken. Stellas Vater lebt bereits seit vielen Jahren getrennt von der Familie.
Kikavu ist auch der Ort, an dem unser Verein Ujamaa seit 2018 die Nguzonne Primary School unterstützt. Diese staatliche Schule richtet sich an Kinder aus ärmeren Familien und vermittelt vor allem das Nötigste. Für viele Kinder endet nach wenigen Jahren die schulische Laufbahn – und damit oft auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Es ist ein Kreislauf der Armut, der nur durch gute Bildung durchbrochen werden kann.
Stella´s Weg
Jänner 2026/ Liebe auf den ersten Blick
Bei unserem Schulbesuch im Jänner 2026 ergab sich eine ganz besondere Begegnung: Als Petra uns nach Tansania begleitete, war es zwischen ihr und Stella Liebe auf den ersten Blick. Vom ersten Moment an eroberte das kleine Mädchen Petras Herz, und so reifte ganz spontan der Entschluss, Stellas Patenschaft zu übernehmen.
Dank Petras liebevoller Unterstützung hat Stella nun genau diese lebensverändernde Chance bekommen! Sie besucht mittlerweile eine englischsprachige Internatsschule in Moshi und ist dort in der Klasse Pre-Standard eingeschult.
Alle organisatorischen Schritte wurden direkt nach der Reise in die Wege geleitet: Stellas Einschreibung ist erfolgt und die Schulgebühren wurden bereits im Voraus bezahlt. Laut Father Josephat hat sich die Kleine schon wunderbar eingewöhnt und fühlt sich in ihrer neuen Umgebung rundum wohl. Für Stella hat damit ein neuer, hoffnungsvoller Lebensabschnitt begonnen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Marina Aponary
Beginn der Patenschaft: Feber 2025
Liebe Elisabeth, liebe Kathi,
für gewöhnlich schreibe ich ein paar persönliche Zeilen an die neuen Paten – ein kleines Kennenlernen des Kindes. Bei euch war das diesmal anders. Denn: Ihr hattet eigentlich den Auftrag, ein Patenkind für mich zu finden. Gesagt – getan. Doch dann kam alles anders – und vor allem schöner.
Ihr habt Marina Anuldi selbst kennengelernt. Ihr habt den Vater getroffen. Und dann ganz spontan entschieden: „Dieses Mädchen möchten wir selbst unterstützen.“
Gefühlt, gesagt, getan. Und ich darf sagen: Einfach schön!
Als ich Marina in der Nazarene School besuchte, war sie bei unserer ersten Begegnung noch etwas schüchtern – ganz anders als in der Schule! Dort kam mir ein fröhliches, strahlendes Mädchen entgegen, das mich mit einer offenen Umarmung begrüßte. Man spürte sofort: Sie fühlt sich wohl.
Und mehr noch – in dieser Woche hat sie sich bereits mit unseren sechs anderen Patenkindern in der Schule angefreundet.
Ich erklärte den Kindern, dass sie – obwohl sie alle Familien haben – durch uns eine zweite Familie dazugewonnen haben.
Eine Familie, in der jeder für den anderen da ist.
Genau das ist unsere Vision – und das, was wir mit UJAMAA leben wollen.
Ich freue mich sehr, dass ihr jetzt Teil dieser Familie seid. Es berührt mich immer wieder, wie geführt – oder besser gesagt: zueinandergeführt – wir werden.
Für mich ist es ein Geschenk, all das tun zu dürfen. Und ich verspreche euch von Herzen:
Mit Gottes Hilfe werde ich weiterhin das Bestmögliche für Marina und all unsere Kinder tun.
Sie begleiten, besuchen und wachsen lassen – in Liebe, Bildung und Vertrauen.
Ich bin mir sicher, dass auch ihr eines Tages wieder dabei sein werdet, um eure Marina wiederzusehen.
Danke für diese schöne gemeinsame Reise, für die Begegnung –
und für alles, was noch kommen wird.
Von Herzen,
Elisabeth
Wolfsberg, am 12.03.2025
Patenschaft
Victoria Margwe
Beginn der Patenschaft: Feber 2025
Über Viktoria und ihre Familie
Viktoria durfte im März 2025 einen ganz besonderen Meilenstein auf ihrem Lebensweg feiern: Den Wechsel an die weiterführende Msufini High School. Bei einem persönlichen Besuch vor Ort hinterließ Viktoria vom ersten Augenblick an einen bleibenden Eindruck mit ihrer offenen, warmen und herzlichen Art.
Ein besonders berührender Moment war die Übergabe der Post von ihren Paten Ulli und Ferry: Obwohl Viktorias Englischkenntnisse zu diesem Zeitpunkt noch am Anfang standen, las sie den Brief mit unendlicher Hingabe, fragte aufmerksam nach und lernte mit großer Begierde. Das mitgeschickte Foto hielt sie voller Stolz in den Händen – ein sichtbares Zeichen der tiefen Verbundenheit und Dankbarkeit, die durch eine solche Patenschaft entsteht.
Auch die neue Schule überzeugt auf ganzer Linie: Die Msufini High School zeichnet sich durch eine herausragende Haltung der Lehrkräfte aus. Bei einem Gespräch mit der Schulleitung wurde betont, dass jedes Kind ausnahmslos und bestmöglich gefördert wird – genau die richtige Umgebung für Viktoria, um ihr volles Potenzial zu entfalten.
Um Viktoria den Start so leicht wie möglich zu machen, sprang Sophia spontan ein: Aus purer Freude und Dankbarkeit über die Patenschaft übernahm sie die kompletten einmaligen Anschaffungskosten für die Erstausstattung wie Schuluniform, Matratze, Bücher und Hygieneartikel.
Viktorias Weg
Seit 2025: Wechsel an die Msufini High School (Internat)
Geschichten wie die von Viktoria zeigen auf wunderschöne Weise, wie durch Patenschaften ein starkes Netz aus Vertrauen, Hilfe und Verbundenheit entsteht, das jungen Menschen den Weg in eine selbstbestimmte Zukunft ebnet.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Emanuel Paul
Beginn der Patenschaft: Feber 2025
Liebe Andrea, liebe Familie Forsthuber,
mit großer Freude darf ich euch heute euer Patenkind Emanuel Paul Mollel vorstellen.
Ein aufgeschlossener, freundlicher Junge, geboren am 29.12.2012 in Moshi – und einer dieser Menschen, bei denen man sofort spürt: Da schlummert so viel Potenzial.
Ich möchte euch von der ersten Begegnung erzählen, die mich tief berührt hat – und die der Anfang von etwas ganz Besonderem war.
Wie jedes Jahr besuchten wir im Jänner unsere Partnerschule in Kikavu – ein Ort, in dem die Menschen mit sehr wenig auskommen müssen. Die Schule ist staatlich, mit etwa 300 Kindern, und wird von uns im Rahmen des Vereins regelmäßig unterstützt.
Wir verteilten gerade T-Shirts an die Kinder, als mich mein Gefühl – oder vielleicht die Führung von oben – in ein bestimmtes Klassenzimmer lenkte.
Ein aufgeregtes, herzliches „Karibu Mama Elisabeth“ – willkommen, Mama Elisabeth – begrüßte mich dort. Ich war in der 6. Klasse gelandet.
Ich fragte nach den drei Klassenbesten – einer von ihnen war Emanuel.
Er strahlte. Irgendetwas an ihm war anders – ich bat ihn zu mir.
Er erzählte mir, ohne zu zögern, in sehr gutem Englisch: „Mein Englisch ist so gut, weil ich die ersten drei Jahre eine gute Schule besuchen durfte. Aber dann ist mein Vater gestorben. Meine Mutter hatte kein Geld mehr und schickte mich zu meiner Großmutter nach Kikavu.“
Seine Worte trafen mich tief. Ich wusste: Dieser Junge braucht eine neue Chance. Es folgten Gespräche – mit seinem Lehrer, seiner Großmutter, unserem Koordinator Father Josephat – und natürlich mit Emanuel selbst. Alles war klar:
Emanuel sollte wieder auf eine gute Schule gehen. Ich versprach ihm, ihn in einer Woche zu holen.
Und tatsächlich: Eine Woche später stand Emanuel in Moshi vor mir. Allein. Ohne Tasche. Ohne Schuhe. Nur in seiner alten Schuluniform.
Es war ein Moment, den ich nie vergessen werde.
Wir starteten in sein neues Leben:
Wir kauften alles, was man für den Schulstart braucht – von Matratze bis Zahnbürste. Fünf Stunden waren wir unterwegs, dann aßen wir gemeinsam, und ein Freund brachte uns zur Nazarene Primary School – seinem neuen Zuhause.
Dort stellte ich ihm unsere anderen Patenkinder vor – seine neue Familie.
Liebe Andrea, liebe Familie Forsthuber – das ist Emanuels Geschichte.
Eine Geschichte von Verlust, Hoffnung und einem neuen Anfang – möglich gemacht durch euch.
Ich danke euch von Herzen – für eure Unterstützung, für euer Vertrauen, und für die Bereitschaft, einem Kind nicht nur Bildung, sondern auch Zukunft zu schenken.
Vielleicht führt euch euer Weg eines Tages selbst nach Tansania.
Ich würde mich sehr freuen, euch mit Emanuel zusammenzubringen.
Mit ganz viel Dankbarkeit,
Elisabeth
Wolfsberg, am 12.03.2025
Patenschaft
Sarah Melelo
Beginn der Patenschaft: August 2024
Über Sarah und ihre Entwicklung
Sarah ist ein Maasai-Mädchen, das aus sehr einfachen, traditionellen Verhältnissen stammt. Ihre Paten Annette und Jörg reisten selbst nach Tansania und besuchten Sarah und ihre Familie persönlich in ihrem Maasai-Dorf – eine Begegnung, die eine tiefe und dauerhafte Verbindung schuf.
Obwohl Sarahs schulische Leistungen im Unterricht schwächer ausfallen, steht für ihre Paten und den Verein nicht der Leistungsdruck im Vordergrund, sondern die langfristige Perspektive: Das Ziel ist es, Sarah durch den Abschluss der weiterführenden Schule (Secondary School) den Weg in einen praktischen Lehrberuf und damit ein selbstbestimmtes Leben außerhalb der Armut zu ermöglichen.
Ein Schulbesuch vor Ort zeigte eindrucksvoll, wie sehr Sarah an ihrer neuen Schule aufblüht. Die einstiegsbedingte Schüchternheit hat einer offenen, freudigen Art Platz gemacht, und auch ihre Englischkenntnisse haben sich in kurzer Zeit spürbar verbessert. Anfängliche gesundheitliche Anpassungsschwierigkeiten durch die Umstellung der Lebensumstände und der Ernährung wurden vor Ort medizinisch versorgt. Sarah ist an der Schule gut eingelebt, hat Freundschaften geschlossen und nimmt motiviert am Unterricht teil.
Sarahs Weg
Vor 2024: Aufwachsen im traditionellen Maasai-Dorf & Grundschule
2024: Persönlicher Besuch der Paten Annette und Jörg im Dorf
Seit 2025: Wechsel an die weiterführende Secondary School
Fokus auf den Schulabschluss als Basis für einen späteren Lehrberuf
Dank des verständnisvollen und weitsichtigen Engagements von Annette und Jörg erhält Sarah die Zeit und Unterstützung, die sie braucht, um ihren eigenen Weg Schritt für Schritt zu gehen.
@Lena Szilius
Patenschaft
John Peter Mkwila
Beginn der Patenschaft: Jänner 2024
Über Johni und seine Familie
Johni (John Peter Mkwila) wurde am 27. September 2010 in Moshi geboren und wächst in einer alleinerziehenden Familie auf. Seine Mutter ist eine bemerkenswert starke Frau, die alleine für ihre drei Kinder sorgt. Ihren Lebensunterhalt verdient sie, wie viele Frauen in der Region, mit dem Verkauf von Mandasis (traditionellem Siedgebäck) auf der Straße. Trotz der täglichen finanziellen Herausforderungen setzt sie alles daran, ihren Kindern eine verlässliche Schulausbildung zu ermöglichen.
Der Erstkontakt entstand, als Johnis Mutter eingeladen wurde, Mandasis für eine UJAMAA-Reisegruppe zuzubereiten, wobei Johni sie begleitete. In einem ehrlichen und von großem Respekt geprägten Gespräch wurde der Grundstein für seine Förderung gelegt. Die Perspektive einer verlässlichen Schulausbildung bedeutete nicht nur für Johni eine enorme Chance, sondern auch eine spürbare Entlastung für seine Mutter.
Durch die Übernahme der Patenschaft durch Mathilde konnte Johni direkt an eine weiterführende Schule vermittelt werden. Seit 2024 besucht er die Jimbo Katoliki Moshi Secondary School, wo er mit viel Motivation und Freude lernt.
Johnis Weg:
27.09.2010: Geburt von John Peter Mkwila in Moshi
Bis 2023: Grundschulzeit & Aufwachsen bei der alleinerziehenden Mutter
Seit 2024: Wechsel an die Jimbo Katoliki Moshi Secondary School (Weiterführende Schule)
Dank der wertvollen Unterstützung seiner Patin Mathilde gehört Johni nun zur UJAMAA-Familie und hat die Möglichkeit, seine Schulausbildung erfolgreich abzuschließen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Abduli Januwari
Beginn der Patenschaft: Jänner 2024
Über Abduli und seine Familie
Abduli stammt ursprünglich aus einer traditionellen Maasai-Familie in Kondoa. Wie es leider oft vorkommt, verschwand der Vater früh, woraufhin Abduli die ersten Lebensjahre allein bei seiner Mutter aufwuchs. Ab seinem dritten Lebensjahr kam er zu seiner etwa 20 Jahre älteren Schwester nach Moshi. Die Schwester lebt dort mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem etwa 15 Quadratmeter großen Haus ohne Fenster und unter minimalem Standard. Sie arbeiten vor Ort als Wachleute und kümmern sich um den Garten der Hausherren.
Da die Schwester die Schulgebühren nicht aufbringen konnte, sollte Abduli ursprünglich wieder zurück zur Mutter nach Kondoa geschickt werden, um dort Ziegen zu hüten – ohne Aussicht auf eine Schulausbildung. Nach intensiven Gesprächen und Aufklärungsarbeit über den langfristigen Wert von Bildung stimmte die Familie der Förderung durch eine Patenschaft zu.
Durch das Engagement seiner Patin Tanja konnte Abduli ab 2024 in die Nazarene Primary School in Moshi aufgenommen werden – eine englischsprachige Privatschule mit Internat. Da Abdulis Start auf Englisch aufgrund der fehlenden Vorkenntnisse naturgemäß nicht leicht war, wurde 2026 in enger Absprache mit den Paten entschieden, dass er die 2. Klasse wiederholt, um ein stabiles Fundament für seinen weiteren Lernweg zu schaffen. Abduli entwickelt sich im Internat prächtig und ist sehr glücklich über diese Chance.
Abdulis Weg:
Bis 2023: Aufwachsen in Kondoa und Moshi unter sehr einfachen Verhältnissen
2024: Aufnahme in die Nazarene Primary School in Moshi (Internat)
2026: Wiederholung der 2. Klasse zur gezielten Festigung der Englischkenntnisse
Dank der verlässlichen Patenschaft bekommt Abduli die Möglichkeit weiter zu wachsen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Witness Markessy
Beginn der Patenschaft: Juli 2023
Über Witness und ihre Familie
Witness (Evanle Markessy, geb. am 31.08.2014) wächst am Fuße des Kilimanjaros bei ihren Großeltern väterlicherseits auf. Nachdem die Mutter das Kind vor einigen Jahren in die Obhut der Großeltern übergeben hatte – eine Situation, die in vielen ländlichen Regionen Tansanias häufig vorkommt –, ziehen die Großeltern dort zwei ihrer Enkelkinder auf. Die herzliche Familie bestreitet ihren Lebensunterhalt unter sehr einfachen Verhältnissen durch eine kleine Landwirtschaft.
Der Erstkontakt zu der Familie entstand im Elternhaus eines tansanischen Freundes. Ursprünglich war für Witness der Besuch einer kostenlosen, staatlichen Grundschule (Government School) vorgesehen, da den Großeltern die finanziellen Mittel für eine private Schulbildung fehlten.
Durch das Engagement ihres Paten Claudio konnte für Witness jedoch eine entscheidende Weichenstellung vorgenommen werden: Seit Januar besucht sie gemeinsam mit weiteren UJAMAA-Patenkindern die Nazarene Primary School in Moshi, eine renommierte englischsprachige Privatschule mit Internat. Die hervorragenden Lernbedingungen und die Unterbringung vor Ort schenken Witness nicht nur beste Bildungschancen, sondern auch ein sicheres und förderndes Umfeld, in dem sie sehr glücklich ist.
Witness’ Weg
31.08.2014: Geburt von Witness (Evanle Markessy)
Bis 2023: Aufwachsen bei den Großeltern am Fuße des Kilimanjaros
Seit 2024: Wechsel an die Nazarene Primary School in Moshi (Englischsprachiges Internat)
Dank der großzügigen Patenschaft erhält Witness die Chance auf eine qualifizierte Schulausbildung und den Schritt in eine selbstbestimmte Zukunft.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Flora Gervas Mgata
Beginn der Patenschaft: Jänner 2023
Über Flora und ihre Familie
Floras Geschichte ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie viel Eltern für die Zukunft ihrer Kinder opfern, selbst wenn sie am Existenzminimum leben. Sie ist das zweite von drei Kindern. Ihr Vater arbeitet als Boda-Boda-Fahrer (Motorradtaxi) und verdient gerade genug, um die Familie über die Runden zu bringen. Doch ihm war bewusst, dass einfache Pflichtschulabgänger kaum Zukunftschancen haben. Er wollte für Flora eine bessere Perspektive als für ihre ältere Schwester und ermöglichte ihr mit Hilfe von Freunden den mutigen Wechsel von einer staatlichen Pflichtschule an eine private Grundschule – und das mitten in der 5. Klasse, ohne vorherige Englischkenntnisse.
Im Januar 2022 gab es die erste Begegnung mit Flora: Ein sehr schüchternes Mädchen, das kaum den Blick hob. Ein Jahr später, im Januar 2023, folgte ein Hausbesuch bei der Familie, um Flora näher kennenzulernen. In einfachen Verhältnissen wurde Tee serviert und gesprochen. Trotz der Sprachbarriere und Floras anfänglicher Ängstlichkeit beeindruckten ihre schulischen Leistungen: Sie lag im Schnitt – für den gravierenden Schulwechsel eine bemerkenswerte Leistung.
Der große Durchbruch kam zwei Tage später bei der gemeinsamen Silvesterfeier der Ujamaa-Familie. Beim Schuhekaufen, gemeinsamen Essen und Lachen im Kreis der anderen Patenkinder taute Flora vollständig auf. Durch das gelebte Familiengefühl gewann sie tiefes Vertrauen und verabschiedete sich am Abend als ausgewechselt, fröhliches Mädchen. Die Zusage der Patenschaft durch Monika gab ihr zusätzliche Motivation und Zuversicht für ihren weiteren Lebensweg.
Floras Weg
Bis 2022: Staatliche Grundschule
Wechsel an Privatschule trotz fehlender Englischkenntnisse
2023–2024: Nazarene Primary School
Flora hat gelernt, gelernt, gelernt… und sie hat ihren Abschluss mit Bravour gemeistert!
Seit 2025: Girls Visitation Secondary School (Weiterführende Schule)
Dank der verlässlichen Unterstützung durch ihre Patin Monika kann Flora ihren Bildungsweg kontinuierlich fortsetzen und ihre Ziele Schritt für Schritt verwirklichen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Glory Tobias
Beginn der Patenschaft: Jänner 2022
Von Träumen, Mut und einer besonderen Verbindung: Glorys Weg
Das Leben von Glory begann wie das vieler junger Frauen vor Ort: Sie lebte als Hausmädchen bei einer Familie. Mit einem monatlichen Verdienst von 50 US-Dollar hatte sie kaum mehr als ein kleines Taschengeld – das Wichtigste waren ein Dach über dem Kopf und tägliche Mahlzeiten. Doch Glory trug einen großen Traum in sich, von dem sie mir immer wieder erzählte: Sie wollte Friseurin werden.
Glorys Weg
Jänner 2022
Dank einer Patenschaft durfte dieser Wunsch Wirklichkeit werden. Wir konnten ihr die Ausbildung an einer Fachschule für Friseurkunst ermöglichen. Heute arbeitet Glory tatsächlich in ihrem Traumberuf. Auch wenn der Anfang nicht leicht ist, geht sie mit bemerkenswertem Mut Schritt für Schritt ihren Weg in die Selbstständigkeit.
Feber 2026
Doch Glorys Geschichte endet hier nicht – sie hat eine ganz besondere Fortsetzung gefunden. Über die Jahre ist zwischen uns eine tiefes Band entstanden. Glory ist zu einer jungen Frau herangewachsen, der wir unser volles Vertrauen schenken. Heute ist sie das Herzstück unserer Arbeit vor Ort und kümmert sich mit unglaublich viel Liebe und Hingabe um all unsere Patenkinder.
Glorys Weg zeigt, wie aus einer kleinen Chance nicht nur ein eigener Berufswunsch entsteht, sondern ein Engagement, das wieder anderen Kindern zugutekommt.
Patenschaft
Rose Elipidius Boniface
Beginn der Patenschaft: Jänner 2022
Vom Herzensprojekt zur Klassenbesten: Rose startet im September 2026 ihr Studium
Manchmal beginnen die schönsten Erfolgsgeschichten mit einer Herzensentscheidung. Als Lena und Markus mich nach Tansania begleiteten, stand fest: Sie möchten Rose auf ihrem Bildungsweg unterstützen.
Roses Weg
Frühjahr 2025
Was folgte, ist eine Geschichte voller Ehrgeiz und Inspiration. Rose nutzte diese Chance mit erstaunlicher Hingabe und entwickelte sich zu einer der besten Schülerinnen ihrer Schule. Mit Spitzenleistungen schloss sie nun ihr Abitur als Klassenbeste ab.
Der nächste Meilenstein steht bereits bevor:
Im September 2026 beginnt Rose ihr universitäres Studium. Ein großartiger Erfolg, der zeigt, was mit persönlichem Engagement und der richtigen Unterstützung erreicht werden kann!
Patenschaft
Catherine Swalehe
Beginn der Patenschaft: Jänner 2022
Meine Geschichte zu Catherine – Gesandt, gesegnet und geführt…
Mit diesen Worten möchte ich diese für mich unglaublich berührende Geschichte über Catherine einleiten.
Es war einer dieser Tage an unserer Schule in Kikavu, die wir seit Jahren über unseren Verein Ujamaa unterstützen. Ein Mädchen, ein kleines zierliches Wesen, klammerte sich plötzlich an mich. Anfangs dachte ich mir nicht viel dabei – doch je länger sie ihre Arme um mich schlang, desto mehr breitete sich ein starkes, tiefes Gefühl in mir aus.
Schließlich erkundigte ich mich bei einem Lehrer nach ihr. Er erklärte mir, dass beide Eltern verstorben sind und Catherine bei ihrer Großmutter lebt – und dass sie wohl deshalb so sehr an mir hing. Mir lief ein Schauer über den Rücken. Das Gefühl, diesem Mädchen helfen zu müssen, ließ mich einfach nicht mehr los. Ich fragte den Lehrer, ob Catherine fähig wäre, eine gute Schule – vielleicht sogar ein Internat – zu besuchen. Seine Antwort war klar: „Ja.“
Dieses Ja löste auch in mir ein klares Ja aus. Ohne zu zögern, bat ich ihn: „Können Sie mich zur Großmutter bringen?“
Wir machten uns auf den Weg durch das karge Gebiet in Kikavu. Angekommen, traute ich meinen Augen nicht: Es war genau jenes Haus, dem ich bei meiner allerersten Reise ein neues Dach gegeben hatte. Mit Tränen in den Augen setzte ich mich zu der Großmutter. Der Lehrer übersetzte meine Worte, und ich fragte sie, ob sie einverstanden wäre, Catherine in eine gute Schule zu geben. Ihre Antwort kam voller Dankbarkeit: „Asante Sana, Mungu abariki“ – Danke, Gott schütze dich.
Damit war die Entscheidung gefallen: Catherine sollte in eine Schule mit guter Ausbildung und echten Zukunftschancen wechseln. Wie ich das finanziere, wusste ich in diesem Moment noch nicht – aber ich hatte tiefes Vertrauen.
Nur zwei Tage später erreichte mich deine E-Mail, liebe Katja: „Ich bin bereit, ich würde wirklich gerne ein Patenkind übernehmen.“
Eine Geschichte wie diese ist für mich ein ganz klares Zeichen – ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie lässt mich vertrauen: ins Leben, in alles, was geschieht, und in die Menschen, die uns begegnen.
@Elisabeth Klösch
Catherine Weg
Jänner 2022: Wechsel an die Nguzonne Primary School
Sommer 2022: Die erste persönliche Begegnung
„Ich durfte im Jahr 2022 bei einer Reise nach Tanzania teilnehmen, es war mehr als beeindruckend. Nicht nur die Safari, man bekommt einen Eindruck wie die Menschen dort wirklich leben. Man kommt zu Orten die man als Tourist niemals sehen würde. Was man bei so einer Reise erleben darf, kann man in keinem Reisebüro buchen. Ich habe durch sie eine Patenschaft für ein Mädchen übernommen, vielleicht rettet man dadurch nicht die ganze Welt, aber man gibt einem Kind die Chance auf ein besseres Leben.“
@Katja Steger
Patenschaft
Joline Maleo
Beginn der Patenschaft: Jänner 2022
Über Joline und ihre Familie
Joline Maleo wurde am 05.12.2015 geboren und wächst in der Obhut ihres Onkels Deo auf. Deo arbeitet als Kili-Guide im Tourismus – ein harter Markt mit großer Konkurrenz, weshalb sein Einkommen eher gering bleibt. Dennoch setzt er alles daran, den Kindern in seiner Familie eine gute Zukunft zu ermöglichen. Am Sterbebett seines Schwagers gab er das Versprechen ab, sich von ganzem Herzen um seine kleine Nichte Joline zu kümmern.
Für viele Familien mit geringem Einkommen reicht das Geld jedoch oft nur für die staatliche Grundschule, die meist nur das Allernötigste vermitteln kann. Eine weiterführende, hochwertige Schulausbildung bleibt vielen Kindern verwehrt. Es ist ein Kreislauf der Armut, der nur durch gezielte Bildung durchbrochen werden kann.
Joline´s Weg
Jänner 2022/ Ein Versprechen für die Zukunft – Jolines neue Chance
Bei einem Gespräch im Jänner 2022 wurde spürbar, wie schwer es für Deo war, Joline aus finanzieller Not keine bessere Schule bieten zu können. Für uns stand sofort fest: Dieses aufgeweckte und schlaue Mädchen verdient genau diese Unterstützung.
Dank Marlies’ liebevoller Patenschaft hat Joline nun diese lebensverändernde Chance bekommen! Das Mädchen blickt mit strahlenden Augen in eine hoffnungsvolle Zukunft, in der sie ihr volles Potenzial entfalten kann. Für Joline hat damit ein völlig neuer, chancenreicher Lebensabschnitt begonnen.
Jänner 2023/ Ein unvergessliches Highlight
Im Jänner 2023 wartete ein ganz besonderer Tag auf Joline: Ihre Patenmama Marlies reiste persönlich nach Tansania! Im Rahmen unserer gemeinsamen Reise verbrachten die beiden unvergessliche Tage miteinander, in denen sie einander noch besser kennenlernen und ein tiefes Band knüpfen konnten.
Diese wertvollen Augenblicke der Freude und Verbundenheit zeigten einmal mehr, wie tief berührend und lebensverändernd eine solche Patenschaft für beide Seiten ist.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Amina Ally Twaha
Beginn der Patenschaft: Feber 2020
Über Amina und ihre Familie
Ich lernte die Familie von Ally schon bei meiner ersten Reise kennen. Ally ist Koch und verzauberte mich damals mit seiner guten Küche. Da ich sehr aufgeschlossen war und ihn ein wenig unterstützen wollte, machte ich einen Tag einen „Kochkurs“ bei ihm. Dazu besuchte ich ihn zu Hause bei seiner Familie. Ich traf auf äußerst arme Verhältnisse: ein kleiner Raum mit einer Matratze, einer Couch, einem Kasten und am Boden eine Gaskochstelle. Dazu noch ein Plastikbehälter mit Geschirr – sonst war da nichts. In diesem Raum lebte Ally damals mit seinen drei Kindern und seiner Frau, heute haben sie eine weitere kleine Tochter. Ich war sehr willkommen in der Familie und hatte viel Freude und Spaß an diesem Tag. Irgendwie haben wir uns dann aus den Augen verloren, bis ich 2018 Deus bat, ihn als Koch für unsere Gruppe zu buchen.
Es war ein schönes Wiedersehen, und ich besuchte die Familie erneut. Da kam mir der Gedanke an unsere Patenschaften: Warum unterstützen wir eigentlich noch kein Kind aus dieser Familie? Sie können Hilfe wirklich gut gebrauchen.
Februar 2020: Eine Chance für Amina
So fragte ich einmal vorsichtig, was Ally davon hielt. Er war mehr als überrascht – nicht jeden Tag wird man so etwas gefragt! Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass er es gar nicht glauben konnte. Nach einem längeren Gespräch sagte er dann gerührt: „God bless you, Elisabeth… Danke!!!!“ und freute sich riesig.
Da Amina ein sehr fröhliches, aufgewecktes und intelligentes Mädchen ist, war klar, dass sie ihre Sache gut machen würde. Ab Februar 2020 besuchte sie das Internat der Nazarene Primary School in Moshi, gemeinsam mit drei anderen Patenkindern unserer UJAMAA-Familie. Sie war unglaublich stolz darauf!
Jänner 2023: Nicht jeder Weg verläuft wie geplant
Leider verlief Aminas Weg nicht ohne Hürden. Amina blieb immer seltener im Internat, und ihre Schulnoten verschlechterten sich zusehends. Es folgten ausdauernde Gespräche und viele Versuche von unserer Seite, um sie auf ihrem Bildungsweg zu halten. Doch leider war der Einfluss der Mutter stärker. Aufgrund eigener fehlender Schulbildung fehlte das Verständnis für den langfristigen Wert von Bildung – die Mutter drängte Amina stattdessen dazu, lieber für wenige Euro arbeiten zu gehen, um schnelles Geld für den Alltag beizusteuern.
Zwei Monate später packte die Mutter schließlich alle Kinder und zog mit ihnen nach Kenia. Ich bedaure diesen Schritt zutiefst, denn ich hätte Amina so gerne weiter unterstützt. Doch ohne die nötige Einsicht und Kooperation aus dem elterlichen Umfeld war die Sicherheit und Stabilität für eine verlässliche Förderung leider nicht mehr gegeben.
Aminas Weg:
Mai 2017: Erste Begegnung mit Vater Ally und seiner Familie
Februar 2020: Beginn der Patenschaft & Wechsel an die Nazarene Primary School (Internat)
2020–2022: Wertvolle Schuljahre in Moshi gemeinsam mit der UJAMAA-Familie
Jänner 2023: Zunehmende Abwesenheiten durch den Einfluss der Mutter und Abbruch des Schulwegs
Frühjahr 2023: Umzug der Familie nach Kenia
Ein paar persönliche Worte von dazu:
Vielleicht denkt sich im ersten Moment jemand beim Lesen: „Hat das denn alles überhaupt einen Sinn, wenn so etwas passieren kann?“
Glaubt es, es fällt mir absolut nicht leicht, so eine Geschichte öffentlich zu machen. Es tut im Herzen weh. Aber unser Verein steht seit dem ersten Tag für absolute Transparenz und Ehrlichkeit – und das möchten wir auch ohne Wenn und Aber leben. Zu unserem Weg gehören nicht nur die strahlenden Erfolge, sondern auch die bitteren Realitäten.
Solche Vorkommnisse passieren nicht aus Böswilligkeit. Es sind menschliche Schicksale, geprägt von tief sitzender Armut und eigener Unwissenheit. Dinge wie diese können immer und überall auf der Welt passieren. Genau in solchen Momenten wird mir jedoch umso deutlicher bewusst, wie tief der Teufelskreis der Armut greift – und wie unfassbar wichtig das ist, was wir hier gemeinsam tun.
Solche Rückschläge sollen nicht entmutigen, denn sie nehmen unserer Mission niemals den Sinn. Wir begleiten bis heute 23 großartige Patenkinder, die mit hervorragenden Leistungen, unendlichem Fleiß und einer tiefen Dankbarkeit beweisen, wie sehr Bildung ein Leben verändern kann. Für jedes einzelne dieser Kinder lohnt es sich, weiterzukämpfen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Debora Kimambo
Beginn der Patenschaft: Feber 2020
Über Debora und ihre Familie
Debora ist ein 7-jähriges Mädchen, das ich durch eine befreundete Familie kennenlernen durfte. Ihre Mutter ist sehr krank – sie leidet an Epilepsie und ist dadurch auch geistig beeinträchtigt. Gemeinsam mit der Großmutter lebten sie unter einem Dach.
Bei meinem ersten Besuch der Familie bot sich mir ein Bild purer Armut: Ein paar Kilometer von Moshi entfernt bogen wir in eine Straße ein, in der sichtlich ärmere Menschen wohnen. Auf halbem Weg kamen uns die Großmutter und Debora entgegen. Das Mädchen strahlte über das ganze Gesicht, freute sich sehr über meinen Besuch, nahm mich an der Hand und führte mich zu ihrem Zuhause. Dort erwartete mich ein etwa 15 qm großer, finsterer Raum mit zwei Betten und einem Sessel. Die Großmutter bat mich, am Bett Platz zu nehmen, und wir besprachen den Plan, Debora zu unterstützen – um ihr eine gute Schulbildung, Unterkunft und regelmäßiges Essen zu ermöglichen.
Deboras Weg
Februar 2020: Beginn an der Nazarene Primary School
In den kostenlosen staatlichen Grundschulen wird der Unterricht in Swahili durchgeführt – meist sehr dürftig. An privaten Grundschulen findet der Unterricht aller Fächer auf Englisch statt, wo die Kinder bestmöglich vorbereitet werden. Da Deboras Englischkenntnisse noch schwach waren und sie mir ihre Schulhefte der ersten Klasse zeigte, beschlossen wir, dass sie die erste Klasse an der neuen Schule wiederholt.
Dezember 2025: Ein harter Schicksalsschlag
Kurz vor Weihnachten 2025 schickte ich einen Freund mit ein paar Lebensmitteln zur Familie. Was er dort vorfand, war einfach nur erschütternd: Die Großmutter litt an schwerem Brustkrebs, hatte offene Wunden und lebte gemeinsam mit Debora in der dunklen, ärmlichen Hütte – ohne jegliche Mittel für eine medizinische Versorgung.
In dem Bewusstsein, zumindest etwas Linderung verschaffen zu können, organisierte ich sofort einen befreundeten Arzt, der der Großmutter schmerzlindernde Medikamente brachte. Dennoch verstarb sie wenige Tage später, am 27. Dezember.
Seitdem ist Debora im Grunde völlig auf sich allein gestellt. Als Familie blieben ihr lediglich eine Tante, die der Prostitution nachgeht, sowie ein Bruder der Verstorbenen. Während meines Aufenthalts haben wir gemeinsam nach einer Lösung gesucht und sie gefunden: Eine befreundete Familie kümmert sich künftig um Debora. In den großen Ferien hat sie die Möglichkeit, ihren weit entfernt lebenden Onkel zu besuchen. Sämtliche anfallenden Kosten übernimmt unser Verein.
Besonders berührt hat mich meine persönliche Begegnung mit ihr nach dem Todesfall: Ich ließ Debora gemeinsam mit zwei weiteren Patenkindern zu mir ins Hotel kommen. Ihre Traurigkeit war so tief greifbar. Sie sah mich an und fragte mich mit leiser Stimme: „Bist du jetzt meine Mutter?“ und bat mich inständig, sie nicht zu verlassen. Dieser Moment ging mir unglaublich nahe. Sie erzählte mir auch von ihrem Wunsch, dass ich zu ihrer Graduierung in der 7. Klasse komme – ein Wunsch, den ich ihr leider nicht erfüllen kann.
Beim gemeinsamen Essen fiel mir auf, dass Debora im Gegensatz zu den anderen Kindern jeden einzelnen Bissen aufaß. Man sah ihr an, wie tief der Hunger saß. Am Ende packte sie sogar die Reste ihrer Freundinnen ein – ein Bild, das nachdenklich stimmt und noch sehr lange nachwirkt.
Neuorientierung & Neustart
Gemeinsam mit einer befreundeten Familie wurde eine nachhaltige Lösung gefunden: Die Familie kümmert sich künftig um Debora, und in den großen Ferien kann sie ihren weit entfernt lebenden Onkel besuchen – die Kosten übernimmt unser Verein.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Devotha Simon
Beginn der Patenschaft: Feber 2020
Über Devotha und ihre Familie
Devotha Simoni Paulo ist die Zwillingsschwester von Deo und wächst gemeinsam mit ihm im Dorf Longoi auf. Als neuntes von insgesamt elf Kindern teilt sie ihr Zuhause mit einer großen, liebevollen Familie. Genau wie ihr Bruder besuchte Devotha die staatliche Ngorone-Grundschule in Kikavu – eine Schule mit sehr einfachen Mitteln, an der Bildungschancen für Mädchen aus einkommensschwachen Familien oft stark begrenzt sind.
Ohne gezielte Unterstützung endet der Schulweg für viele junge Frauen in dieser Region früh. Eine verlässliche Ausbildung ist der einzige Weg, um diesen Kreislauf der Armut nachhaltig zu durchbrechen.
Eine Chance, die das Leben verändert
Auch Devothas Lebensweg ist etwas ganz Besonderes und berührt uns zutiefst. Dank der Begleitung durch eine Patenschaft erhielt sie die Möglichkeit, auf eine weiterführende Privatschule zu wechseln und eine fundierte Schulausbildung zu genießen.
Devothas Weg:
2020–2024: Mikombozi Secondary School (Erfolgreicher Schulabschluss)
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Secondary School hat Devotha einen ganz eigenen, bewundernswerten Weg eingeschlagen: Sie ist in den Orden der Franziskanerinnen eingetreten, um dort ihren Berufungs- und Lebensweg zu finden.
Seit 2024: Eintritt in den Franziskanerorden
Devotha ist überglücklich und voller Dankbarkeit für diese Chance – denn ohne ihren guten Schulabschluss wäre dieser Schritt für sie niemals möglich gewesen.
Es erfüllt uns mit sehr großer Freude zu sehen, wie aus dem jungen Mädchen eine so entschlossene und herzliche junge Frau geworden ist, die ihren eigenen Weg im Glauben und in der Gemeinschaft geht. Weiterhin eng in Verbindung mit Devotha, freuen wir uns von Herzen darauf mitzuerleben, wie ihr Weg nun weitergeht.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Deo Paul Simon
Beginn der Patenschaft: 02.2020
Über Deo und seine Familie
Deodath Simoni Paulo – von allen Deo genannt – wächst im Dorf Longoi in einer 11-köpfigen Großfamilie auf. Als achtes von insgesamt elf Kindern teilt er sich den Alltag mit sechs Schwestern und vier Brüdern. Deo zeichnet sich durch ein starkes Gemeinschaftsgefühl aus; Egoismus und Ausgrenzung sind ihm fremd.
Kennengelernt haben wir Deo an der staatlichen Ngorone-Grundschule in Kikavu, die unser Verein unterstützt. An dieser Schule mit sonst eher geringen Zukunftsaussichten fiel Deo bei jedem Besuch sofort auf: Er war stets extrem freundlich, hilfsbereit und sprach im Gegensatz zu vielen anderen Kindern bereits erstaunlich gut Englisch.
Für Kinder aus so kinderreichen und einkommensschwachen Familien endet der Bildungsweg meist sehr früh. Es ist ein Kreislauf der Armut, der nur durch eine gezielte, hochwertige Ausbildung durchbrochen werden kann.
Deos Weg
Jänner 2020: Eine goldene Chance für Deo
In uns wuchs schnell das tiefe Gefühl, dass wir diesem außergewöhnlichen Jungen eine Tür öffnen müssen. Dank einer liebevollen Patenschaft bekam Deo schließlich die lebensverändernde Möglichkeit, auf eine weiterführende private Secondary School zu wechseln. Mit seinem großen Herzen, seiner Intelligenz und seiner wunderbaren Ausstrahlung nutzte er diese Chance vom ersten Tag an.
August 2022: Eine besondere Begegnungen
Deo lernt seinen Paten endlich persönlich kennen.
Frühjahr 2026: Erfolgreicher Abschluss der High School (Abitur)
Wir sind so stolz, heute berichten zu dürfen, dass Deo mit unglaublich viel Fleiß und Ehrgeiz sein Abitur erfolgreich bestanden hat!
Sein großer Traum für die Zukunft ist es, nach Abschluss seines Grundwehrdienstes Arzt zu werden. Mit seinem Abitur in der Tasche und seinen Unterstützern im Rücken hat er den Grundstein gelegt, um diesen Herzenswunsch zu verwirklichen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Didas George
Beginn der Patenschaft: Jänner 2019
Über Didas und seine Familie
Didas George wurde im November 2006 geboren und wächst in Arusha auf. Er ist der ältere Bruder von Cathrin. Seine Familie – Vater, Mutter, Didas und Cathrin – lebte in einer sehr einfachen gemieteten Hütte. Der Vater arbeitet als Tischler, findet jedoch kaum Aufträge, da ihm die Mittel für eigene, teure Maschinen fehlen. Manchmal hilft ein Verwandter aus, doch der Alltag war ein ständiger Kampf ums Überleben.
In Tansania besuchen die meisten Kinder aus armen Verhältnissen staatliche Pflichtschulen, die oft nur ein lückenhaftes Grundwissen vermitteln. Was bleibt, ist meist die vage Hoffnung auf Gelegenheitsjobs – ein Kreislauf der Armut, der nur durch gezielte Förderung durchbrochen werden kann.
Ein schwerer Schicksalsschlag und verlässliche Wegbegleiter
Kurz nach der ersten Zusage für die Schulbildung der Kinder traf die Familie eine Tragödie: Die Mutter verstarb bei der Geburt ihres dritten Babys, das ebenfalls nicht überlebte. Der Vater stand plötzlich allein mit den zwei Kindern da, gelähmt von Verzweiflung und Armut.
Didas’ Weg:
März 2019
Die berührende Familiengeschichte ging Silvia und Mani tief zu Herzen. Obwohl absehbar war, dass Didas große schulische Rückstände aufzuholen hatte, entschieden sie sich spontan, den Jungen zu unterstützen. Die Vermutung bestätigte sich: Ein direkter Wechsel an eine akademische Privatschule erwies sich als zu große Hürde. Doch seine Paten gaben nicht auf. Mit großer Geduld und finanzieller Rückendeckung begleiteten sie Didas bis 2022, sodass er den staatlichen Pflichtschulabschluss erfolgreich meiste.
2023: Eine Begegnung, die alles veränderte
Im Jänner 2023 lernten Silvia und Mani ihren Schützling Didas schließlich persönlich kennen. Nach anfänglicher Schüchternheit entwickelte sich rasch ein tiefes Vertrauen. Die Erfahrung, dass Menschen an ihn glauben und ihn voller Wärme wie ein eigenes Kind aufnehmen, veränderte den Jungen nachhaltig. Eine einzige Begegnung schenkte Didas den Mut, an sich selbst zu glauben.
Jänner 2023: Start der dreijährige Ausbildung am College (Tischlerlehre)
Der Weg von Didas sollte kein Studium sein, aber auch nicht jener, auf der Straße zu landen. Er startet das 3-jährige College als Tischlerlehre – und mit Gottes Hilfe wird er es schaffen.
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Catharine George
Beginn der Patenschaft: Jänner 2019
Über Catherines und ihre Familie
Catherine Gorge wurde im April 2011 geboren und lebt mit ihrer Familie in Arusha. Die Familie – Vater, Mutter, ihr zwölfjähriger Bruder und Cathrin – wohnte in einer sehr einfachen gemieteten Hütte. Der Vater ist Tischler, findet jedoch kaum Arbeit, da Aufträge rar sind und ihm die finanziellen Mittel für eigene, teure Maschinen fehlen. Manchmal hilft ein jüngerer Bruder ein wenig aus, doch das Leben ist ein täglicher Überlebenskampf.
In Tansania besuchen die meisten Kinder aus ärmeren Verhältnissen staatliche Pflichtschulen, die oft nur ein dürftiges Grundwissen vermitteln können. Was am Ende bleibt, ist die vage Hoffnung auf Gelegenheitsjobs. Es ist ein Kreislauf der Armut, der nur durch eine fundierte und gute Bildung durchbrochen werden kann.
Catherines Weg
Jänner 2020
Bei einem Besuch im Jänner wurde der Familie die frohe Botschaft überbracht, dass eines der Kinder eine Privatschule besuchen darf. Die Freude und Dankbarkeit waren riesig, und die Mutter entschied sofort, dass Cathrin diese Chance erhalten soll.
Nur eine Woche nach dieser Begegnung folgte jedoch eine erschütternde Nachricht: Cathrins Mutter verstarb tragischerweise bei der Geburt ihres dritten Babys, welches ebenfalls nicht überlebte. Die Trauer, die Verzweiflung und die drückende Armut beim Begräbnis hinterließen ein tiefes Gefühl der Verpflichtung zu helfen.
Um dem Vater in dieser schweren Zeit die Sorge um die Versorgung seiner Kinder zu nehmen und den Kindern eine langfristige Zukunft zu sichern, konnte Cathrin an dieselbe renommierte Schule wechseln, die auch Upendo besucht. Dank der wertvollen Unterstützung von Angelika Gartlgruber wurde Catherine genau diese lebensverändernde Perspektive geschenkt.
Jänner 2022: Unvergesslicher Erstbesuch von Patin Angelika
Ein ganz besonderes Highlight folgte im Jänner 2022, als ihre Patin Angelika sie persönlich in Moshi besuchte. Die gemeinsamen Tage, geprägt von Herzlichkeit, Stolz und begeisterten Begegnungen auf Augenhöhe, hinterließen bei allen Beteiligten unvergessliche Erinnerungen. Im Jänner 2023 gab es ein weiteres wunderschönes Wiedersehen voller Freude.
2024
Catherine blühte auf und entwickelte ein starkes Selbstbewusstsein und schloss die Primary-Schule 2024 mit sehr gutem Erfolg ab.
@Elisabeth Klösch
Das sagt Patin Angelika über unser Tun:
„Die Tage in Moshi mit den Projekten, mit Catherine und Rosie und den herzlichen Empfang, den man uns überall bereitete, werden für immer einen besonderen Platz in meinen Erinnerungen behalten.
Auf Augenhöhe, liebenswert und freundlich wurden wir willkommen geheißen. Voller Stolz wurden die Projekte und Fortschritte präsentiert. Tansania ist sicher kein Entwicklungsland im klassischen Sinn, aber es gibt trotzdem für viele Familien und Kinder schlechte Voraussetzungen.
Da die Projekte auch durch sehr viel Eigenleistung und nicht nur durch Spendengelder realisiert werden, sind sie nachhaltig und sinnvoll. Die Schulbildung für Kinder wie Catherine zu finanzieren, trägt sicher dazu bei, dieses Land weiterzuentwickeln. Besonders durch Fr. Josephat sind alle Projekte gut begleitet.“
@Angelika Gartelgruber
Patenschaft
Grayson Oscar Frigil
Beginn der Patenschaft: August 2019
Über Grayson und seine Familie
Grayson Oscar Frigil wurde 2005 in Moshi geboren und wuchs unter sehr schwierigen Bedingungen auf. Nach der Trennung seiner Eltern, die durch extreme Armut verursacht wurde, wuchs er bei einem Verwandten auf. Nach dessen plötzlichem Ableben wandte sich die Familie hilfesuchend an Father Josephat, um dem talentierten Jungen den Verbleib an einer Schule zu ermöglichen.
Für viele Jugendliche in Tansania droht aus finanzieller Not das abrupte Ende des Bildungswegs. Es ist ein Kreislauf der Armut, der nur durch eine verlässliche Ausbildung durchbrochen werden kann.
Graysons Weg
Jänner 2021: Eine Chance für ein großes Talent
Grayson bewies von Anfang an außergewöhnlichen Fleiß und meisterte die Grundschule mit hervorragenden Noten. Um ihm den Besuch der Kilimanjaro Boys Secondary School zu ermöglichen, richtete Father Josephat einen dringenden Spendenaufruf an unser Netzwerk. Dank der großzügigen Unterstützung eines anonymen Herzensmenschen konnte Grayson seinen Weg an der neu errichteten Schule fortsetzen.
Sein großer Fleiß trug im Jahr 2025 besondere Früchte: Er schloss die High School (Abitur) an der Kilimanjaro Boys Secondary School mit sehr gutem Erfolg ab. Für das Jahr 2026 ist zunächst das Ableisten des Grundwehrdienstes vorgesehen, bevor er im Anschluss sein angestrebtes Studium im Ingenieurwesen starten möchte.
2026: Grundwehrdienst
@Elisabeth Klösch
Patenschaft
Upendo Julius
Beginn der Patenschaft: Jänner 2018
Upendo – Mein Versprechen an ein kleines Mädchen
Upendo wurde am 17.12.2008 geboren. Ihr Name stammt aus dem Swahili und bedeutet übersetzt Liebe – und selten habe ich erlebt, dass ein Name das Wesen eines Menschen so perfekt beschreibt. Meine ganz persönliche Geschichte mit meinem Patenkind begann im Jahr 2017 während meines Volontariats in Tansania.
Wie viele andere Kinder besuchte die kleine Upendo damals mehrmals die Woche die Kirche. Doch etwas war von Anfang an besonders: Bei jedem Messbesuch suchte sie gezielt nach mir. Sobald sich unsere Blicke trafen, ging förmlich die Sonne auf. Damals sprach Upendo noch kein einziges Wort Englisch und mein Swahili war mehr als holprig. Und doch brauchten wir keine Worte, um uns zu verstehen: Unsere Verbindung funktionierte über Blicke, Lächeln und kleine Gesten. Geduldig nahm das kleine Mädchen mich an die Hand und versuchte, mir ihre Sprache beizubringen. Mit jedem Wort wuchs eine tiefe Vertrautheit zwischen uns.
Eines Tages nahm sie mich wieder an der Hand, diesmal entschlossener. Sie führte mich zu sich nach Hause, um mir ihre Welt zu zeigen: ein einziges, kleines gemietetes Zimmer. Dort lebte Upendo zusammen mit ihrer stark behinderten Mutter, ihrer Schwester und deren kleinem Baby. Es war ein Anblick, der mich zutiefst berührte – so viel Armut auf engstem Raum und doch so viel menschliche Wärme.
Als der Tag meiner Abreise kam, fiel mir der Abschied unendlich schwer. Es fühlte sich an wie ein Abschied für immer. Zurück in Österreich konnte ich die kleine Upendo einfach nicht vergessen. Mich quälte der Gedanke, ihr nicht sofort vor Ort in Form einer Patenschaft geholfen zu haben. Da ich keinerlei Kontaktdaten hatte, gab es keine Möglichkeit, sie zu erreichen. So gab ich mir selbst ein stilles Versprechen: Sollten sich unsere Wege jemals wieder kreuzen, werde ich für sie da sein.
Bei meiner zweiten Reise nach Tansania hatte ich nur ein Ziel vor Augen: Ich besuchte wieder und wieder die Kirche, Messe für Messe, in der Hoffnung, sie wiederzusehen. Und dann kam dieser eine Tag: Upendo erkannte mich, ihre Augen strahlten und sie lief mir voller Freude direkt in die Arme.
Upendo heißt Liebe – und ich bin unendlich dankbar, dass dieses kleine Mädchen damals meine Hand genommen hat und wir bis heute gemeinsam diesen Weg gehen.
@Elisabeth Klösch
Upendos Weg
Jänner 2018
Ich hielt mein Versprechen: Seit 2018 ist Upendo mein offizielles Patenkind. Die Sprachbarriere, die uns einst trennte, war schnell Geschichte – schon ein Jahr später konnten wir uns völlig ungezwungen auf Englisch unterhalten. Upendo erwies sich als fleißige und ausgesprochen ehrgeizige Schülerin.
Jänner 2023
Ihr Fleiß zahlte sich aus: Nach dem erfolgreichen Abschluss der Primary School machte sie mich 2023 mich sehr stolz, als sie den Sprung an die renommierte Kibosho Girls Secondary School schaffte.